Rauchsimulationen in der Praxis nachweisen
Wir bietet seit vielen Jahren diverse Strömungssimulationen an, welche der allgemeinen Belüftung von Gebäuden und Entrauchungen dienen. Das Interesse und die Neugier wurden immer stärker, diese theoretischen Simulationen zu visualisieren und in der Praxis nachzuweisen.
Rauchsimulationen in der Praxis nachweisen

Jonas Brun­ner im Gespräch mit Clau­dio Ricci
Pod­cast zum Warmrauchversuch
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Notwendigkeit

Geholfen hat hier­bei das Kind im Manne… Es sollte etwas dampfen und qual­men, um die Luft­strö­mungen sicht­bar zu machen. Die Idee war geboren. Zudem kommt es zu kom­plex­eren Bauweisen und Gebäude­ge­ome­trien, welche von Stan­dar­d­aus­führun­gen und Konzepten abwe­ichen. Diese Abwe­ichun­gen sind zur Plau­si­bil­isierung und behördlichen Aufla­gen, in Form von Prax­is­nach­weisen zu bele­gen, welche zur Recht­fer­ti­gung der Finanzierung unseres Spielzeugs gedi­ent haben

Der Anspruch in der Bautätigkeit muss sein, dass die geschaf­fene Infra­struk­tur und die Gebäude unter effizien­tem Ressourcenein­satz erstellt wer­den kön­nen und dass sie einen hohen Wert auch für kün­ftige Gen­er­a­tio­nen darstellen. Das ist der Fall, wenn die Bauw­erke mit den kün­ftig zur Ver­fü­gung ste­hen­den Ressourcen und finanziellen Mit­teln in Bezug auf die dann vorherrschen­den gesellschaftlichen Bedürfnisse genutzt wer­den kön­nen. Da dies schw­er vorherse­hbar ist, müssen sie sich mit wenig Aufwand zwin­gend umnutzen oder gar in Einzel­teile zer­legen und wieder neu auf­bauen lassen. Wie baue ich nach­haltig? Wie baue ich zukun­fts­fähig? Diese Fra­gen im All­ge­meinen zu beant­worten, ist gar nicht so ein­fach, wie es zunächst scheint, vielle­icht sog­ar unmöglich. Über die Jahre haben wir dazu gel­ernt. Am Beispiel Asbest lässt sich das ein­fach begreifen. Dies­bezüglich sind sich alle einig, dass wir diese Form der Silikat-Min­erale nicht mehr ver­bauen wer­den. In dieser Art gibt es eine beachtliche Liste von Erken­nt­nis­sen, die unser Bauen zukun­fts­fähiger gemacht hat. Zudem haben wir real­isiert, dass wir bei der Beach­tung einzel­ner Nach­haltigkeitsvor­gaben“ schnell in einen Zielkon­flikt ger­at­en. Beispiel­sweise kön­nen wir ein­er­seits das Investi­tions­bud­get scho­nen, den gün­stigeren“ Baustoff wählen, der dazu noch weniger Graue Energie in der Her­stel­lung benötigt, aber nicht sehr dauer­haft ist. Oder wir täti­gen eine höhere Investi­tion, ver­brauchen mehr Graue Energie in der Pro­duk­tion, erhal­ten dafür eine sehr dauer­hafte und unter­halt­sarme Kon­struk­tion. Was ist nun richtig? Dies führt zur Erken­nt­nis, dass es keine all­ge­me­ingültige Def­i­n­i­tion zukun­fts­fähi­gen Bauens geben kann. Gle­ich­wohl existiert heute ein mehr oder weniger klar umschrieben­er Rah­men, der sich stets weit­er aus­for­muliert. Es gilt, diesen zwin­gend zu respek­tieren. Inner­halb dieses Rah­mens müssen wir, je nach Sit­u­a­tion und Vorhaben, den richti­gen Kom­pro­miss find­en. Am Markt existieren für diese Auf­gabe Nach­haltigkeits­stan­dards, ‑labels und Zer­ti­fizierun­gen wie zum Beispiel SNBS, DGNB oder LEED, die einen klaren Bere­ich absteck­en. Sie geben über das Bew­er­tungssys­tem und die Bew­er­tungsstufen (Sil­ber, Gold oder Platin) schliesslich gewisse Bedin­gun­gen für die Kom­pro­miss­find­ung vor. Darüber hin­aus ist es sehr wichtig, dass wir als Fach­leute neugierig, wach und kri­tisch bleiben, um in jed­er Sit­u­a­tion die beste Lösung zu find­en. Manch­mal ist es auch richtig, keinen Stan­dard anzuwen­den, son­dern neue und inno­v­a­tive Wege zu gehen. Über das Neue kom­men wir oft­mals weit­er, und nicht sel­ten lohnt sich ein Blick zurück. Vieles wussten schon Gen­er­a­tio­nen vor uns, oder man hat es intu­itiv richtig gemacht.Quote: Es gibt klare Momente, aber keine Gewis­sheit – Zukun­ft gestal­ten mit Weit­sicht.“ Auch wenn wir für vieles Annah­men tre­f­fen und auch etwas wagen müssen, ist es unsere Pflicht, nach bestem Wis­sen und Gewis­sen die heutige Bautätigkeit acht­sam und zukun­fts­fähig zu gestalten.Wir wis­sen, dass wir noch nicht alles wis­sen, was sich in Zukun­ft als richtig erweisen wird. Das hat uns die Geschichte gelehrt. Den­noch müssen wir überzeu­gend den Mut auf­brin­gen, basierend auf dem aktuellen Wis­sen, den näch­sten Schritt zu machen. Und gle­icher­massen müssen wir den Mut auf­brin­gen zu kor­rigieren, sobald wir zu neuen Erken­nt­nis­sen gelan­gen. Unser Stolz darf uns nicht im Weg ste­hen. Demut und Offen­heit in dieser The­matik fördern die nötige Acht­samkeit. Der Auf­gabe des zukun­fts­fähi­gen Bauens, der hier geschilderten Herange­hensweise und diesen Werten haben wir uns verpflichtet. Sie erhal­ten bei uns im Sinne der Nach­haltigkeit Unter­stützung bei Zer­ti­fizierun­gen und bei der Beratung für Bau­vorhaben ohne Label, und Sie haben mit uns einen Part­ner, der mit Ihnen zusam­men Neues wagt und aus­lotet. Nach­haltigkeit prägt unser Denken und Han­deln sowie unsere Unternehmen­skul­tur. Die Vielfalt der Tal­ente, des Wis­sens, der Ideen, der Herange­hens- und Sichtweisen charak­ter­isiert unser Team und zeich­net es aus – unter der gemein­samen Über­schrift: Zukun­ft gestalten.

Entwick­lung

Auf Grund­lage von inter­nen Erfahrun­gen und Know-how, wurde in einem Zeitraum von ca. einem Jahr, eine Rauch­mas­chine entwick­elt. Als grösste Diskrepanz hat sich die Mis­chung der ver­wen­de­ten Mate­ri­alien zur Dampferzeu­gung her­aus­gestellt. Unser Ziel war es, gesund­heitlich unbe­den­klichen und rück­stands­freien Warm­rauch zu erzeu­gen, welch­er sich prob­lem­los kon­trol­lieren lässt. Dies ist uns nach ver­schiede­nen Exper­i­menten und Tests gelungen.

Feuer­taufe

Nun kon­nte unser Pracht­stück auf seine erste Reise, zum inte­gralen Test der Rauch­wärme­abzugsan­lage, im Sanierung­sob­jekt SBB Cen­tre Löwen­berg gehen, um da ihre Feuer­taufe unter effek­tiv­en Bedin­gun­gen zu beste­hen. Die neugieri­gen Augen der Behörde und Eigen­tümer waren eben­falls vor Ort. Es wur­den ver­schiedene Szenar­ien auf ihre Funk­tion­al­ität über­prüft. Im vorhan­de­nen Entrauchungskonzept sind selek­tive Schal­tun­gen, bei denen Luftrich­tun­gen kon­trol­liert wer­den zum Tra­gen gekom­men, welche alle män­gel­frei nachgewiesen wer­den kon­nten. Sämtliche Ver­suche wer­den seit­ens Garten­mann Engi­neer­ing AG elek­tro­n­isch doku­men­tiert und dienen dem Kun­den, bzw. den Behör­den als Nachweis.

Tech­nis­che Werte

Unsere Warm­rauch­mas­chine ist durch ihre geringe Grösse (1.65m x 2.00m x 0.85m) äusserst flex­i­bel ein­set­zbar und für nahezu alle Gegeben­heit­en zu ver­wen­den. Eben­falls sind durch die geringe Gewichts­be­las­tung (ca. 110 kg) ein­fache, logis­tis­che Lösung vorhan­den.
Der Betrieb unser­er Mas­chine erfol­gt unter Ein­satz mod­ern­ster Grund­stoffe, rück­stands­frei und medi­zinisch unbe­den­klich, im Niedrigtem­per­aturbere­ich und entspricht vol­lum­fänglich der Norm VDI Richtlin­ie 6019 zur Über­prü­fung der Wirk­samkeit. Die Leis­tung beträgt aktuell 1560 KW und ist beliebig erweiterbar.

Möglichkeit­en

Grund­sät­zlich ist unsere Warm­rauch­mas­chine für alle Arten von Lüf­tungsströ­mungen und Abführun­gen als Prax­is­nach­weis zu ver­wen­den. Eben­falls ist sie für Schu­lun­gen für Ret­tungskräfte und Paniksi­t­u­a­tio­nen geeignet.

Feed­back

Wir grat­ulieren allen Beteiligten zur Entwick­lung, zum grandiosen Ein­satz unser Warm­rauch­mas­chine und zum män­gel­freien Nach­weis der ersten Entrauchungssimulation.

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